Einzelner Termin

Bad Wolves

Mittwoch 19.06.19, 19:00 Uhr

Verlegt aus dem Artheater. Karten bleiben gültig.

Im Juni kommt die US-amerikanische Rock-Metal-Supergroup Bad Wolves für drei intime Konzerte nach Hamburg (10.06.), Köln (19.06) und München (24.06.). Es werden die ersten eigenen Shows der Band auf deutschem Boden überhaupt sein. Die Geschichte der Bad Wolves ist noch eine relativ junge, was nicht bedeutet, dass die Mitglieder dieser All-Star Combo musikalische Neulinge sind. Drummer John Boecklin spielte bei Devil Driver, Sänger Tommy Vext sang bei Divine Heresy und Snot; und auch die Gitarristen Doc Coyle (vorher bei God Forbid) und Chris Cain (Bury Your Dead) sowie Bassist Kyle Konkiel (ehemals In This Moment) haben allesamt jahrzehntelange Studio- und Bühnenerfahrung. Die Initialzündung für das Zusammenfinden dieser fünf Veteranen erfolgte dann 2017, angeschoben vom Manager der Band Zoltan Bathory, der außerdem Gitarrist bei Five Finger Death Punch ist. Die Musik der Band ist eine Mischung aus Alternative Rock, Pop und Metal. Fetter Gitarrensound und pumpende Drums vermischen sich in den Songs des Debutalbums „Disobey“ mit Ohrwurmmelodien sowie persönlichen und gesellschaftskritischen Texten. Irgendwo zwischen sehnsüchtiger Melancholie, rauer Wut und tiefster Überzeugung schaffen es Bad Wolves ihre Version von Rock genauso authentisch wie zugängig zu machen – eine Leistung, die heutzutage wenigen Acts so gut gelingt. 2018 sorgten sie direkt mit ihrer zweiten Single für ordentlich Wirbel. Mit einem Cover der zeitlosen Protesthymne „Zombie“ von den Cranberries spielten sie sich in die Herzen vieler und eroberten die Charts weltweit – Platin in den USA, Doppel-Platin in Kanada, Gold in Australien und Schweden. Die Version gefiel Cranberries Frontfrau Dolores O’Riordan so gut, dass sie sich bereit erklärte, den Song gemeinsam mit der Band neu aufzunehmen. Genau an dem Tag, als die Bad Wolves sie ins Studio eingeladen hatten, verstarb die irische Sängerin jedoch überraschend im Alter von nur 46 Jahren. Das gab dem Song noch einmal eine ganz andere Relevanz und die Band entschloss sich, alle Einnahmen aus der Verbreitung der Songs an die Kinder O’Riordans zu spenden. Nach einem Konzert in New York City im Juni 2018 überreichten sie den drei Nachkommen einen Scheck über 250.000 $. Auch in anderen Songs befasst sich Sänger Tommy Vext mit Themen wie Rassismus und dem Zustand der Demokratie, doch das aktuelle Album ist nicht nur ein Kommentar auf die Gesellschaft, sondern auch immer wieder wie ein Tagebuch. Das wird besonders in einer der persönlichsten und intensivsten Balladen klar, die je veröffentlicht wurden. Im Song „Remember When“ beschreibt Vext eindringlich, wie sein eigener Zwillingsbruder 2010 versuchte ihn umzubringen – er selbst meint dazu: „Ich habe mich im Songwriting noch nie so verletzlich gezeigt (…), aber es hat sich auf dem Album einfach natürlich angefühlt. Niemand hat mein Herz so sehr gebrochen wie er.“ Der Zwillingsbruder wurde für die Tat zu 17 Jahren Haft verurteilt. Wie beeindruckend und persönlich die Stücke von den Bad Wolves auf einer Bühne wirken, kann man im Juni bei ihren drei exklusiven Headline-Shows im Hamburger headCRASH, dem Kölner Artheater und dem Münchner Backstage Club erleben.


Einlass:
19:00 Uhr
Beginn:
20:00 Uhr
Preis:
22,00 € zzgl. Gebühren
Veranstalter:
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